Montag, 5. November 2012

... aber warum gerade Tomatensaft?

Das Phänomen „Tomatensaft im Flugzeug“ gehört zu den letzten großen  ungeklärten Rätseln der Luftfahrt. Warum dieses Getränk in Supermärkten  wie Blei im Regal steht – aber in Flugzeugen geliebt wird, darüber wird  auch von renommierten Wissenschaftlern spekuliert. 1993 hagelte es  jedenfalls heftige Beschwerden von Passagieren, als Lufthansa das  Getränk von der Bordkarte strich. Das Ergebnis: 48 Stunden später wurde  der rote Saft wieder ausgeschenkt.

Nach Angaben des Verbandes der deutschen Fruchtsaftindustrie werden in  Deutschland jährlich rund 40 Millionen Liter Tomatensaft getrunken.
Allein die Lufthansa schenkt über den Wolken jährlich rund 1,5 Millionen  Liter Tomatensaft aus. Hochgerechnet auf alle Fluglinien, ist davon  auszugehen, dass bis zu fünf Prozent des Tomatensaftes an Bord von  Flugzeugen konsumiert wird. Beim Orangensaft beträgt der „Luftanteil“  nur etwa 0,4 Prozent. Eine wirklich plausible Erklärung hat kaum einer.

Da wird von erhöhtem Mineralstoffbedarf des Körpers beim Fliegen  gesprochen, vom flauem Gefühl im Magen, das durch den roten Saft  gelindert wird oder auch, weil durch die dünne Luft im Flugzeug die  Geschmacksempfindungen beeinträchtigt sind.
Und auch das Argument, dass Tomatensaft eins der wenigen Getränke ist,  die nicht harntreibend wirken (wer will schon im Flugzeug auf die Toilette?), klingt nicht wirklich überzeugend.>br>


Zurück zur Homepage

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen